Hallo Kinder,

Lösungen SFB S.65 + SU

unsere Reise geht weiter. Wir steigen nun am Schweriner Schloss in einen Reisebus und begeben uns auf die Autobahn 24 Richtung Westen. Am ehemaligen Grenzübergang Gudow/Zarrentin erinnert nur noch wenig an die ehemalige streng bewachte Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland. Schon sind wir in Schleswig-Holstein mit der Landeshauptstadt Kiel. Aber hier wollen wir nicht bleiben, sondern weiterfahren bis nach Hamburg. Hansestadt Hamburg wohlgemerkt. Das klingt stolz und ehrwürdig.

In Hamburg dreht sich alles um den Hafen. Der ist der größte Überseehafen Deutschlands und einer der größten der Welt. Hier kommen täglich riesige Containerschiffe mit Waren aus aller Welt an oder legen vollbeladen wieder ab. Handel spielte in Hamburg schon immer eine große Rolle. Aber weil im Mittelalter so eine Handelsreise zu Wasser oder zu Land sehr gefährlich war, schlossen sich Händler und Kaufleute rund um die Ostsee zu einem Bündnis zusammen: Der Hanse. Irgendwann gehörten über 200 Städte dazu.

Hier in HH (Autokennzeichen von Hamburg) wollen wir eine besonders legendäre Figur besuchen, deren Denkmal direkt am Hafen steht: Klaus Störtebeker. Schon seltsam, dass die Stadt diesem gefährlichen Piraten solch eine Ehre zuteil werden lässt. Der raubte nämlich vor 600 Jahren gern Hamburger Hanseschiffe auf See aus und verbreitete unter ehrbaren Kaufleuten Angst und Schrecken. Doch er war nicht nur ein Räuber, sondern hat angeblich seine Beute zu gleichen Teilen mit all seinen Männern, mit hungernden Frauen und Kindern geteilt. Ein herzensguter Pirat also? Die Hamburger haben ihn trotzdem am Grasbrook (typischer Hamburger Straßenname) hingerichtet, nur, um ihm später genau dort ein Denkmal zu errichten. Die Hamburger wissen vielleicht selbst nicht so genau, auf welcher Seite sie stehen. Da muss man sich nur die (inoffizielle) Fahne des Hamburger Fußballclubs FC ST. Pauli ansehen 😉

Und nun zu den Fragen!

  1. Wie heißt die weltberühmte Straße am Hamburger Hafen, wo seit hunderten von Jahren Matrosen aus aller Welt ihren Lohn in Bars und Kneipen ausgeben?
  2. Wie heißt Hamburgs berühmteste Kirche?
  3.  Welche Eigenschaft wurde Klaus Störtebeker wohl mit seinem Nachnamen zugeschrieben? Was könnte Störtebeker auf Hochdeutsch bedeuten?

Wer nun Lust hat, über Deutschlands Grenzen hinaus Europa kennen zu lernen, für den hat Jasper ein Quiz zu Europas Hauptstädten erstellt: https://online.seterra.com/de/vgp/3225

Aber vielleicht ist das auch mal etwas, wo eure Eltern ihr Wissen unter Beweis stellen können 🙂

Deutsch

Klaus Störtebeker hat, wenn es ihn tatsächlich gab, auf keinen Fall Hochdeutsch gesprochen sondern wahrscheinlich ein altes Plattdeutsch. Heute sollt ihr selber einmal versuchen, unterschiedliche deutsche Mundarten zu sprechen. Ihr dürft zum Beispiel richtig doll berlinern. „Icke, ditte, kieke ma, Oogn, Fleesch un Beene.“ wie meine alte Lehrerin zu sagen pflegte. Aber heutzutage sprechen auch nur noch die Wenigsten so. Hochdeutsch kannte der gute Störtebeker also nicht und Kartoffeln schon gar nicht. Die Kartoffel ist nämlich eingewandert. Wie sie es in unsere Köpfe und Pfannen schaffte, erfahrt ihr auf Seite 65 im SFB. Am Hamburger Hafen isst man natürlich Fischbrötchen, ist ja klar.

Bei der ersten Aufgabe erklärt ihr die unterstrichenen Begriffe mit wenigen Wörtern. Leitet dafür die zusammengesetzten Wörter von Wörtern aus ihren Wortfamilien ab. Hier ein Beispiel:

Zierpflanze – eine Pflanze, die ihre Umgebung zieren (schmücken) soll, künstlich angelegt, nicht zum essen

Was ist euer liebstes Kartoffelgericht? Ich liebe ja Kartoffelsalat mit sauren Gurken, Äpfeln und Zwiebeln. Aber über das beste Rezept für Kartoffelsalat kann wirklich ganz Deutschland ausgezeichnet streiten.

Euer Rezept könnt ihr auf zwei Weisen schreiben.

  1. Ihr belasst die Verben in der Grundform, so wie sie bei Aufgabe 3 stehen, das ist leichter. Dann beginnt euer Rezept so: „Zunächst Kartoffeln schälen und von den Zwiebeln die Haut abziehen.“
  2. Ihr schreibt das Rezept in der „man“-Form. Dafür müsst ihr die vorgegebenen Sätze mehr verändern. Dann beginnt es so: „Zunächst schält man die Kartoffeln und zieht von den Zwiebeln die Haut ab.“

Beispieltexte für beide Formen findet ihr auf dem Lösungsblatt.

Es gibt unzählige Kartoffelsorten

Viel Spaß!

Eure Frau Schmans